GANZHEITLICHE ORGANISATIONS- UND PROZESSENTWICKLUNG
Ing. Christian Schmidt





URSPRÜNGLICHE IDEE AUF DIE SCHNELLE / VISION


„Wenn ich in irgendeiner Struktur ein zweites Mal keine freien Gedanken mehr produzieren kann, muss ich mir eine neue Struktur suchen“, ein sinngemäßes Zitat eines Kopfes vom Computer Chaos Club, welches ich sehr schön finde. Ich möchte über Ordnung und Mut zur Veränderung sprechen. Ich glaube, dass zukünftige Unternehmen, von KMU's bis Jungunternehmen, neben immer mehr ESG-Vorschriften auch Ihre Mitarbeiterzufriedenheit höher priorisieren könnten, um letztendlich wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir leben ins turbulenten Zeiten, in denen ich zuletzt wenig Willen zur Veränderung wahrgenommen habe. Durch die Unordnung auf der Welt, bedurften auch meine Lebensprozesse Revisionen. Die Krisen haben für viele in die Schockstarre geführt, verständlich. Planungssicherheit ist sowohl für Unternehmen, als auch den Arbeitnehmer ein wertvolles Gut. Und gute Mitarbeiter/innen lassen sich immer schwieriger finden. Ich bin davon überzeugt, dass stetiges Hinterfragen der firmeninternen Strukturen und Prozesse, ebenfallls Potential freilegt.

GAP-ANALYSE - ERFORDERLICHE DIAGNOSEPROZESSE DES IST ZUSTANDES
Als Freigeist schaue ich gerne hinter den Tellerrand, denn dort liegt der Preis. Alles beginnt mit einem Plan und Pläne sind wie eine mathematische Gleichung, beinhalten demnach unzählige Parameter. Beeinflussbare Faktoren als auch Unwägbarkeiten. Komplexe Prozesse, bestehen wiederum aus mehreren Gleichungen. Es sollten daher soviele Daten wie möglich, im gesetzlichen Rahmen, erhoben werden. Je geordneter und damit vergleichbarer, desto aussagekräftiger. Hier hilft es allgemein Fakten von Interpretationen zu trennen. Viele Unternehmen scheitern bereits an einer sachgerechten Dokumentation ihrer Prozesse oder ungeeigneter Software.

REFLECTION & CONSULTING - AUFTRAGSKLÄRUNG, STRATEGIE UND BERATUNG
KPI's bzw. die Leistungsfähigkeit zu ermitteln, gleichzeitig menschliche Fähigkeiten in der Gleichung nicht aus den Augen verlieren, ist eine untrennbare Aufgabe. Ein Firmenorganismus ist immer auch ein psychosozialer Raum, indem Kommunikation und Führung, nicht zu unterschätzen sind. Ein unzufriedener Mitarbeiter oder ein Leistungsträgerverlust, verursachen höhere Realkosten, Konflikte und Stress. Auf der anderen Seite steht die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens und damit die Effizienz eines Prozesses, dem Vorherigen gleichwertig diametral gegenüber. Es müssen für alle beteiligten Akteure die Zahnräder harmonisch in einander greifen, auch für die, die Gesamtverantwortung übernehmen. Insgesamt wertschätzt das Unterbewusste stets die Konsistenz, der angestrebte Zustand ist also Ordnung, auch in einem Unternehmensgeist. Ich finde empfehlenswert, jeden mit in die Prozessanpassung einzubeziehen (Roadmaps) als auch Führungsziele (Zielvereinbarungen) klar zu definieren. Der Wandel ist manchmal von Unannehmlichkeiten begleitet, Offenheit ist an dieser Stelle eine notwendige Bedingung. Wenn ich lese, „einfach das Mindset entwickeln“, klingt das für mich rein nach Marketing.

SOLUTION DEVELOPMENT - INFORMATIONSPROZESSE UND UMSETZUNG DER HANDLUNGSBEDARFE
Herausfordernd und spannend ist die Umsetzung, da jeder Mensch, individuell an der Stelle steht, an der er im Leben, eben steht. Nach vielen erlebten Konflikten im Arbeitskontext, von „Flurfunk“ bis Potentialverlust durch Insolvenz, habe ich mich gefragt wie es besser gegangen wäre. Jahre später denke ich, durch Befähigung und eine offene Einstellung Bestehendes zu hinterfragen. Für die Führungskraft bedeutet es, die Handlungsbedarfe möglichst nah an der Realität zu ermitteln. Selten ist das Fachliche ausschlaggebend, ein motivierter und gesunder Mensch, erfreut sich des Lernens ohne Überforderung. Abbhilfe könnten auf das Unternehmen zugeschnittene Workshops sein, die im besten Fall mit der Hilfe zur Selbsthilfe der Beteiligten abschließen.

IMPLEMENTATION - BEGLEITUNG DER PSYCHOSOZIALEN PROZESSE IM CHANGEMANAGEMENT
Der Baustein Kommunikation, darf heutzutage nicht fehlen, für mich ist er tiefgreifend in einem Umsetzungsprozess. Ich habe die Erfahrung gemacht, das Ausdruck und tatsächliches Empfinden teilweise nicht weiter voneinander entfernt sein könnten, wenn Dynamiken mit Scham oder Neid, unterbewusst belastet sein können. Als Problemlösung kann der Focus verschoben werden, mehr Potential durch win-win-Situationen geschaffen und durch neue Zugehörigkeit, wir-Gefühle erzeugt werden. Im Ergebnis häufig motiviertere und zufriedenere Angestellte. Alle gewinnen, in einer Zeit mit mentalen Beschwerden und Krankheiten auf einem Rekord-Hoch. Auf der Werteebene wollen wir meist ähnliches, doch verheddern wir uns vorher in Begriffsdefinitionen und/oder persönlichen Verletzungen und Befindlichkeiten. Daher denke ich, ist es hilfreich, neben der inter- auch die intrapersonelle Komponente, also den Menschen nach innen, in den Arbeitsauftrag mit einzubeziehen. An dieser Stelle nochmal einen Dank, an das INeKO Institut der Uni Köln, für meine persönliche Weiterentwicklung in der Mediation.








LEBENSWEG / WERDEGANG


Nach meinem Wehrdienst, fand ich meinen Teilzeiteinstieg in die Berufswelt, in der Konstruktion CO2-neutraler Energieversorgungsanlagen, während meines Maschinenbaustudiums. Die Eingliederung einer CAD-Bibliothek/PDM-System, führten zu schlankeren Prozessen und gesteigerter Effizienz des Einkaufs. Im Anschluss Freelance-Projekte in der Digitalisierung und Strukturierung von Aircraft Maintenance Dokumenten am Flughafen in Shannon, Irland. Oder im Vertrieb von fairen Produkten im Namen eines Kölner Jungunternehmens als auch Tätigkeiten mit Hands-on Mentalität bei Logistikjobs oder Inbetriebnahmen von Ladestationen. So kam ich als erster Angestellter in der Gründungsphase zu einem Startup aus der Elektromobilitätsbranche. Mit unserer Herausforderung ein stationsbasiertes betriebskostenneutrales Pedelec-Verleihsystem, für emissionsfreiere Innenstädte, in Kooperation mit der Stadt neu zu entwickeln. Die Konstruktion und Produktion mit externen Firmen und Partnern, als auch initiale Prozessgestaltung lagen in meinem Verantwortungsbereich. Mein Studium der Fachrichtung Produktentwicklung wurde mir in der Praxis aus verschiedenen Perspektiven gespiegelt. In der zweiten Phase (Product/Market-Fit) leitete ich den Betrieb sowie F&E-Projekte . Erfolge waren bspw. die Einladungen als Aussteller der KlimaExpoNRW auf die Hannover-Messe . Nach Schwierigkeiten mit einem Investor, hohen Stressleveln, angeschlagenen Freundschaften und der Abwanderung von Leistungsträgern bin ich zu dem Ergebnis einer intra- und interpersonellen Weiterbildung gelangt. Am Kölner Uni-Institut INeKO als Mediatior und Konfliktmanager . Meiner Erfahrung nach sind es oft (kommunikativ) vermeidbare Themen, von der Mitarbeiterfluktuation im Inneren bis hin zu äußeren schwelenden Konfliktdynamiken (B2B/B2C), welche wertvolle Potentiale bremsen. Mittels Perspektivwechsel und Empathie (Schnittstellenmanagement) können wieder Handlungsoptionen geschaffen werden, ein Mehrwert für alle Beteiligten. Dann Corona. Zurück zu selbstständigen und zertifikat-bedingt sehr diversen Projekten. U.a. für einen Geschäftsführer, dessen Firmen- und Wohnstrukturen wir in ein anderes Land umgesiedelt haben. Mit einem Künstler und seiner Installation "It is like it is" oder in der Veranstaltungstechnik, um Menschen endlich wieder lachen zu sehen. Parallel der Versuch (m)eines e-Commerce Unternehmens mit zwei Studienfreunden, nochmal Teilzeit bei einem Schraubenhersteller, diesmal ohne Verantwortung. Kernsanierung, Hausverwaltung im Auftrag mit Verantwortung. Das Geld war stets knapp und gleichzeitig ein Erfahrungsschatz der auf die ein oder andere Weise die Welt verstehen lässt. Mein Antrieb... und ich bin gespannt, wohin unsere weitere Lebensreise verläuft auf diesem idyllischen Flecken. Jedenfalls liegt in der Zukunft der Lohnarbeit, angesichts Gier und Korruption, Informationszeitalter oder KI-Evolution, der Instabilität von Märkten und Währungen, genug Munition. Allgemein friedvolle Lösungen wären ein Anfang. To be continued :)